Trail Hivernal de la Moselotte 2018 – Winter Trailrunning in den Vogesen
Trail Hivernal de la Moselotte 2018 – ein wunderschöner Wintertrail in den Vogesen. Während es die letzten Jahre kaum Schnee gab, ist der Trail diesmal ein Winter Wonderland. In traumhafter Landschaft bei Sonnenaufgang über den Wolken im Schnee zu laufen – da wird schnell klar was die Faszination Trail Running ausmacht! Trail Marathon mit 42 km und 2200 m D+.
Nachdem ich 2016 und 2017 bereits an der 28 km Version des Trail Hivernal de la Moselotte teilgenommen hatte, sollte es für mich zusammen mit einigen Trailfreunden vom HartfüßlerTrail 2018 dann zur Abwechslung mal auf die Marathonstrecke gehen.
Und diesmal klappte es dann auch endlich mal mit Schnee! Während es die letzten beiden Jahre kaum Schnee gab und der Moselotte Trail eher eine Schlammschlacht war, so bot sich in diesem Jahr doch ein ganz anderes Bild: in der Nacht vor dem Lauf hatte es nochmal ordentlich geschneit und das kleine Örtchen Cornimont war ganz in eine weiße Schneeschicht eingehüllt.
Um 7:00 morgens ging es los, noch im Dunkeln, aber kurz darauf wurde es während des ersten Anstiegs schon hell. Zunächst liefen wir noch auf Asphalt, dann folgten die ersten Trails, die zunehmend verschneiter und vereister wurden. Auch hier war es wieder eine Herausforderung, nicht zu rutschen, diesmal allerdings nicht wegen Matsch und Schlamm, sondern aufgrund von Eis. Zum Glück hatte ich die Stöcke mit dabei!
Auf der ersten Anhöhe bot sich dann ein traumhaftes Bild: Sonnenaufgang in den Bergen in einer wunderschönen Schneelandschaft – Winter Wonderland in den Vogesen. Zum Glück hatte ich die Kamera dabei! Aber schau einfach selbst:
Dann kam der erste Downhill, den ich bereits von den beiden Kurzstrecken-Teilnahmen 2016 und 2017 kannte: doch ich fand ihn diesmal wesentlich einfacher zu laufen als im Matsch! Einige Läufer hatten oben auf dem Berg ihre Yaktrax angezogen, aber die brauchte man hier eigentlich nicht, zumal ja im Anschluss ein relativ langer Downhill auf Asphalt folgte.
Auf den folgenden Anstiegen hatte man es immer wieder mit vereisten Wegen zu tun, aber mit den Stöcken und entsprechend griffigen Schuhen (ich hatte die Saucony Peregrine) war das eigentlich kein Problem.
Der ein oder andere Downhill stellte dann für manch einen doch eine Herausforderung dar, und nach 12 km erreichten wir den ersten VP am See von Saulxures-sur-Moselotte, dem tiefsten Punkt der Strecke.
Aber nun hieß es erst einmal wieder 500 Höhenmeter steigen, zum Haut du Roc auf 1014 m. Diesen Teil der Strecke kannte ich bereits aus den letzten Jahren, denn dieser Gipfel ist der höchste Punkt der 28 km Strecke. Je höher wir kamen, desto verschneiter wurde es und es gab wieder traumhafte Ausblicke zu sehen. Eine kleine Kletterpassage nach oben, kurz das winterliche Vogesen-Panorama genießen, und dann ging es bereits in den nächsten Downhill.
Bis dahin (km 21) war die Strecke noch identisch gewesen mit der 28 km Strecke. Während die 28 km Strecke aber weiter auf dem Höhenweg verlief, ging es für uns erstmal wieder runter zum nächsten VP in Basse-sur-Rupt.
Nach einer kleinen Stärkung hieß es dann wieder steigen, in Richtung höchster Punkt der 42 km Strecke, dem Rondfaing. Das Wörtchen „faing“ bedeutet übrigens Moor oder Torfmoor im vogesischen Dialekt. Beim Anstieg konnte man das auch noch ganz gut erkennen anhand der Bodenbeschaffenheit, weiter oben war alles von Schnee bedeckt und es bot sich eine traumhafte Schneelandschaft.
Mitten in diesem riesigen Schneefeld hatte ein Läufer für seine Freundin ein Herz mit den Füßen in den Schnee gemalt, eine wunderschöne Idee!
Über weite Schneeflächen unter strahlend blauem Himmel mit leichten Wölkchen, über ein paar Auf- und Abstiege kamen wir schließlich wieder auf die bekannte 28 km Strecke zurück (bei km 36 etwa). Es folgten ein paar schlammige Passagen, und schon waren wir wieder im Abstieg nach Cornimont, wo sich in der Sporthalle des kleinen Dörfchens auch das Ziel befand.
Der Zieleinlauf ist dann auf dem roten Teppich in der Sporthalle – ähnlich wie beim Frankfurt Marathon (wenn auch nicht ganz so spektakulär ?), dem Pfälzerwald Marathon oder dem Défi des Seigneurs.
Mit dem plötzlichen Temperaturwechsel vom Kalten in die warme Halle kam die Kamera nicht ganz so gut zurecht – für uns Läufer und die Zuschauer aber genial und sehr angenehm, in der Kälte nicht draußen stehen zu müssen. Praktisch auch, dass die Duschen nur ein paar Schritte vom Ziel entfernt waren.